Schlei-Bote 09.10.2017

 

Landmarkt: Sonne lockt Besucher nach Unewatt

 

 

 

 

 

Konzentriert arbeitete der siebenjährige Jesper an der Wippdrehbank.van de Loo (2)

 

 

 

 

 

 

Langballig Alles andere als einladend waren die Wettergegebenheiten beim zum siebten Mal veranstalteten Landmarkt im Landschaftsmuseum Angeln in Unewatt am Sonnabend. Am ersten Tag des Landmarktes war Museumsleiterin Inga Latendorf zunächst noch voller Hoffnung gewesen. „Vielleicht wird’s ja noch“, sagte sie. Aber sie wurde enttäuscht, der Dauerregen hielt an. Der Besucherzuspruch war äußerst gering. Doch gestern hellte sich dann Latendorfs Miene angesichts des Sonnenscheins wieder deutlich auf. Trotz teilweise sehr matschigen Bodens spazierten viele Besucher durch das Dorf und schauten sich bei den 49 Ausstellern um. Deren Angebote reichten von kunsthandwerklichen Arbeiten über Textilien und Holzschuhe bis zu Obst und Gemüse der Saison sowie Brot, Ziegenkäse und Honig.

 

Als Vorsitzender des Fördervereins war auch Bürgermeister Peter Dietrich Henningsen unterm Strich zufrieden. „Es sieht so aus, als wären heute alle die gekommen, die das gestern wegen des Wetters unterlassen hatten“, stellte er fest. Dies bestätigte auch Antje Erichsen vom Landfrauenverein Grundhof im Landfrauen-Café. Vergleichsweise schnell sei gestern das Kuchenangebot ausverkauft gewesen, im Gegensatz zum Vortag.

 

An einem Stand fühlte sich Heidemarie Schwarz aus Flensburg von alten Behältnissen an die Schulspeisen in ihrer Jugend erinnert. Die sechsjährige Hannah Duda aus Göttingen, mit Schwester Marlene und Mutter Daniela bei der Großmutter in Grundhof zu Besuch, konnte bei den spiralförmigen Windspielen aus Kupfer nicht verstehen, warum diese sich nicht aufwärts bewegten – in ihren Augen schraubten sie sich scheinbar ständig nach oben.

 

Gut angenommen wurde das Angebot für die Kinder. Viel Anklang fanden die beiden Angeliter Sattelschweine vom Biohof Svensteen in Munkbrarup, die Heu-Tobeecke und der Flohzirkus, vor allen Dingen aber die Wippdrehbänke. Sie waren ständig umlagert, denn dort konnten die kleinen Drechselkünstler mit Fußkraft und eigenen Händen aus Holz selbst etwas herstellen und anschließend sogar mitnehmen. vdl

 


 Museumsleiterin Inga Latendorf, Direktor Dirk Wenzel von der Kreiskulturstiftung und Mitarbeiterin Karen Precht (v. li.) hoffen auf zahlreiche Besucher. Vdl

 Schlei-Bote |Freitag 6. Oktober 2017

 

 

Das Landschaftsmuseum organisiert seinen Herbstmarkt jetzt selbst

  

Langballig Es passt zum Ort und zum Anlass: „LANDgemacht!“ lautet das Motto des 7. Landmarktes im Landschaftsmuseum Angeln an diesem Wochenende. Erstmals ohne Dienstleister von den eigenen Mitarbeitern organisiert, bieten regionale Aussteller kunsthandwerkliche Erzeugnisse, Wollmode, Textilien, Gartendekoration, Schmuck, Seife, Kerzen und Holzschuhe. Im holzbeheizten Backofen in der Buttermühle wird frisches Brot gebacken.

Insgesamt kommt das leibliche Wohl mit vielen Angeboten für den sofortigen Verzehr oder zum Mitnehmen nicht zu kurz. Beteiligt sind auch viele Unewatter Bewohner, so die Tischlereigenossenschaft und die Wollkökerei.

Als Neuheit gibt es neben dem Landfrauen-Café eine Familieninsel mit vielen Mitmachaktivitäten, musikalischen Darbietungen, Riesenseifenblasen und einer Ecke zum Toben im Heu.

Zur Unterhaltung tragen am Sonnabend der Musiker „Grünschnabel“ und am Sonntag der „Flohzirkus Tonga“ mit vielen Darstellern bei.

Neben den Angeboten des Landmarktes steht allen Besuchern natürlich das Museum offen, wo historisches Fachwerk, idyllische Landschaft und interessante Ausstellungen zu Kulturgeschichte und Volkskunde der Region im Rahmen eines Rundganges erkundet werden können.

 Der Markt ist am Sonnabend und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet fünf Euro. Für Kinder ist er frei. vdl

 


Schleibote vom 04.10.2016  - Vielen Dank für den ausführlichen Bericht